Kindertageseinrichtung „Senfkorn“ an der Hochstraße

Wo der neue Evangelische Kindergarten am Berleburger Sengelsberg entstehen soll, versammelten sich jetzt schon mal die Senfkorn-Kindergarten-Kinder, ihre Erzieherinnen, Pfarrerin Claudia Latzel-Binder, die Architekten Christa Grosche und Peter Weiß, Bauherrin Liesa Pöppel und Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier.

Im Kindergarten „Senfkorn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg ist man schon länger mit der Situation der Räumlichkeiten für die Mädchen und Jungen unzufrieden, die Parkplatz-Knappheit an der Berleburger Hochstraße macht darüberhinaus zahlreichen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, das Leben komplizierter als nötig. Die Raum-Situation hätte man durch einen Umbau verbessern können, aber die Kirchengemeinde bekam die erhofften und unbedingt benötigten öffentlichen Fördermittel nie zugesprochen. Doch obwohl Raum- und Parkplatzsituation schwierig sind und obwohl die Einrichtung des Hauses auch schon den einen oder anderen Jahrgang aus dem Kindergarten hat herauswachsen sehen , so ist der große Zuspruch für die Einrichtung, die seit einem Jahr sogar die einzige Waldkindergartengruppe in ganz Wittgenstein hat, ungebrochen groß.

Die hohe Qualität der geleisteten Arbeit von Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier und ihrem Team ist dabei ein ausschlaggebender Punkt.

Und deshalb ist es gut, dass sich nach längeren Gesprächen jetzt eine Lösung für die Einrichtung gefunden hat. Das Zauberwort heißt: Investorenmodell. Im vergangenen Jahr hat bereits die Evangelische Kirchengemeinde Bad Laasphe nach langem Hin und Her auf diese Art und Weise ganz schnell einen nagelneuen Kindergarten bekommen. Mit der guten Erfahrung der Laaspher im Hinterkopf fiel es den Berleburgern leicht, das Angebot eines Investors anzunehmen. Noch dazu, weil es ein örtlicher Investor ist. Liesa Pöppel ist die angehende Bauherrin, die Geld anlegt, indem sie in dem Neubaugebiet am Berleburger Sengelsberg einen Kindergarten entstehen lässt.

Drei Gruppen soll der neu zu bauende Kindergarten haben - und damit eine Gruppe mehr als der bisherige Senfkorn-Kindergarten. Die bestehende Waldkindergartengruppe soll erhalten bleiben, so dass faktisch zu dieser Kindertagesstätte künftig vier Gruppen gehören. Schaut sich Pfarrerin Claudia Latzel-Binder das bereits erarbeitete Entwurfskonzept der Einrichtung an, dann gerät sie ins Schwärmen. Das „phantastische Raumkonzept“ begeistert sie etwa, weil damit die Möglichkeit geschaffen werde, Kinder in jedem Alter angemessen und richtig zu betreuen.

Beim künftigen Bauplatz am Berleburger Sengelsberg schauten sich die Architekten Christa Grosche und Peter Weiß, Bauherrin Liesa Pöppel, Pfarrerin Claudia Latzel-Binder und Einrichtungsleiterin Ute Gatzemeier (von links) noch einmal das Entwurfskonzept für den dreigruppigen Evangelischen Kindergarten an, der im nächsten Jahr hier neu gebaut werden soll.

Das Entwurfskonzept stammt von den Architekten Peter Weiß und Christa Grosche. Auch aus dieser Richtung gibt es gute kirchliche Erfahrungswerte, betreut das Architektenbüro Seifert und Weiß zur vollsten Zufriedenheit der Erndtebrücker Kirchengemeinde doch zum Beispiel auch deren Kindergärten. Für Claudia Latzel-Binder und das Berleburger Presbyterium ist die Entscheidung für Kindergartenarbeit eine ganz bewusste, auch wenn sie die Gemeinde Geld kostet. Die Kindergärten seien für sie ein ganz wichtiger Baustein der Gemeindearbeit. Damit erreiche man viele Familien in der Gemeinde Und sie wisse, dass in den evangelischen Kindergärten sowohl pädagogisch als auch religions-pädagogisch gute Arbeit geleistet werde, so die Pfarrerin, die alles Vierteljahr für die Kindergärten in der Stadtkirche einen Mini-Gottesdienst anbietet.

Wobei sie sich wünsche, dass die Kindergartenarbeit wieder ein bewussterer Teil der Gemeindearbeit werde, in den vergangenen Jahren habe man sich zu oft zu viel mit dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) beschäftigen müssen. „Zentral und trotzdem ruhig“, so beschreibt Claudia Latzel-Binder die Lage des neuen Kindergartens, der obwohl er bereits sehr gut geplant ist und die bisherige Fläche optimal nutzt noch ein bisschen besser werden könnte, wenn die Gemeinde zusätzliche Nachbargrundstücke am Sengelsberg kaufen könnte.

Dafür müsste sie allerdings erst einmal das 2500-Quadratmeter-Grundstück des bisherigen Senfkorn-Kindergartens an der Hochstraße verkaufen. Hierauf hofft die Pfarrerin, die einen ehrgeizigen Zeitplan vor Augen hat. Nachdem die Verträge mit der Bauherrin in der vergangenen Woche unterzeichnet worden seien, sei es jetzt das Ziel der Gemeinde, so Claudia Latzel-Binder, dass das neue Gebäude zum neuen Kindergartenjahr - also im August 2014 - bezogen werden könne.

So ist der ehrgeizige Plan. An dieser Stelle wird künftig immer wieder mit Worten und Bildern über den Weg zum neuen Kindergarten berichtet. Die Kinder und ihre Erzieherinnen des Senfkorn-Bauaufsicht werden in lockerer Folge, aber doch regelmäßig berichten. Freuen Sie sich drauf.

Bauarbeiten am Sengelsberg

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