Struktur-Arbeitskreis

„Mit großer Sorge betrachten wir das kirchliche Leben im Kirchenkreis Wittgenstein. Die Strukturen müssen bedacht und korrigiert werden. Wir wollen agieren - auf die Zukunftsfähigkeit hin. Deswegen: Neustrukturierung des Kirchenkreises, damit das geistliche Leben bewahrt wird.“ So fasste Silke van Doorn jetzt bei der Synode des Wittgensteiner Kirchenkreises einen Antrag des Berleburger Presbyteriums zusammen, der bei der Sommersynode einstimmig auf den Weg gebracht worden war. Als Mitglied des Kreissynodalvorstands (KSV) skizzierte die Schulreferentin des Wittgensteiner Kirchenkreises, wie das Kirchenkreis-Leitungsgremium den gegeben Auftrag umsetzt.

Der KSV habe einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der derzeit noch aus Mitgliedern des KSV und zwei Beratern bestehe, die den Kirchenkreis kennen. Ohne die Beiden einzurechnen solle der Arbeitskreis aus maximal zehn Personen bestehen, je fünf Pfarrer und Laien: „Parität ist uns wichtig.“ Aus dem KSV gehörten am Tag der Synode die Laien Monika Benfer aus Bad Laasphe, Dr. Wolfgang Pollinger aus Schmallenberg und Helga Afflerbach aus Steinbach dazu, aus der Pfarrerschaft Stefan Berk, Dieter Kuhli, Peter Liedtke und Silke van Doorn. Während die Herbstsynode jetzt die Berleburger Pfarrerin Claudia Latzel-Binder, aus deren Kirchengemeinde der Anstoß zu der Arbeit kam, bestimmt hat, fehlen noch zwei Laien, die der KSV nun insbesondere unter den jungen Leuten suchen will. Der weitere Fahrplan für die Arbeitskreis-Sitzungen steht: Samstag, 20. Januar, Wie können wir unseren Auftrag, Evangelium zu verkünden, so umsetzen, dass wir Zukunft gestalten und Tradition bewahren?; Samstag, 10. März, Welche strukturellen Rahmenbedingungen benötigt meine Gemeinde, um unsere Ziele zu verwirklichen?; Samstag, 9. Juni, Entwicklung eines Zwischenberichts für die Synode; Mittwoch, 20. Juni, Zwischenbericht Synode; Mittwoch, 5. Dezember, Präsentation der neuen Struktur für den Kirchenkreis Wittgenstein - Diskussion und Abstimmung.

Ein ambitionierter Zeitplan für ein großes Problem. Beim bestehenden generellen Fachkräftemangel auf dem Land und den absehbar kommenden Pfarrer-Engpässen in Westfalen keine leichte Aufgabe, dennoch formulierte Silke van Doorn jetzt einen klaren Anspruch: „Wir können das beklagen. Aber Klage und das in ihr Verharren ist nicht die Sache des Glaubens. Wir wollen die Herausforderung annehmen. Gemeinsam mit den Menschen, die hier gern leben, ihre Wittgenstein‘schen und Sauerländischen Wurzeln lieben und sie pflegen, wollen wir die Strukturen wahrnehmen und sie so verändern, dass sie einem neuen Bild von Kirche in und für die Welt Kontur verleihen.“