Jugendarbeit

Christian Schneider, Anna Koch, Dana Lindner, Franziska Heß und Corinna Hedrich (stehend von links) aus dem Leitungs-Team stellten einige, wenige Ergebnisse der Jugendsynode bei der offiziellen Herbstsynode des Wittgensteiner Kirchenkreises vor. Am 17. März treffen sich Junge und Ältere dann zu einer Sondersynode im Abenteuerdorf Wittgenstein.

Die Jugendarbeit nahm am Nachmittag bei der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein im Abenteuerdorf in Wemlighausen breiteren Raum ein. Die Jugendsynode, die Ausschreibung der Leitenden Jugendreferentenstelle und die Überarbeitung der Konzeption für das Kompetenzzentrum der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis waren dabei Themen. Der Kirchenkreis hat seit Sommer keinen Jugendreferenten mehr. Mit einer Selbstanzeige hatte dieser ein Missbrauchs-Verfahren gegen sich selbst ausgelöst, das - wie mittlerweile bekannt ist - gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt wurde. Durch diese unbesetzte Stelle gestaltet sich die Jugendarbeit derzeit schwierig, obwohl gut ausgebildete und verantwortungsbereite Jugendliche viele Aufgaben inzwischen ehrenamtlich schultern.

Außerdem gibt es im Kompetenzzentrum ein Trio, das ebenfalls mit sehr, sehr großem Einsatz die Dinge mit am Laufen hält. Deshalb dankte Superintendent Stefan Berk bei der Synode ausdrücklich Corinna Hedrich, Franziska Heß und Reinhard Stolz. Corinna Hedrich aus Langewiese wollte eigentlich ab Sommer nur ein halbjähriges Praktikum fürs Studium im Kompetenzzentrum absolvieren und sagte dann in der größten Not spontan zu, auch mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Schwarzenauerin Franziska Heß studiert im letzten Jahr „Gemeindepädagogik und Diakonie“ in Bochum und hat im vergangenen Monat einen Minijob beim Kirchenkreis angetreten, um im organisatorischen Bereich mitzuarbeiten. Das hatte sie als Reaktion auf den Engpass in der Jugendarbeit seit Sommer schon ehrenamtlich gemacht. Schließlich noch der Laaspher Reinhard Stolz als langjähriger Sachbearbeiter im Kompetenzzentrum für Stefan Berk „der Fels in der Brandung“.

Als Leitender Theologe im Wittgensteiner Kirchenkreis teilte Stefan Berk der Synode zudem mit, dass die Stelle des Leitenden Jugendreferenten inzwischen wieder ausgeschrieben worden sei. Die Stellenausschreibung findet sich auch auf der Homepage des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein. Verbunden ist die Stellenausschreibung mit einem neuerlichen Nachdenken im Kirchenkreis über die Kompetenzzentrum-Arbeit. Sowohl die Bandbreite der Aufgaben und des Tätigkeitsfelds als auch das ursprünglich personell breiter aufgestellte Kompetenzzentrums-Konzept mit einem genaueren Blick auf Kinder und Familien führten dazu, dass man sich über den Grundplan nochmal genauer Gedanken machen will. Das passierte bereits bei einem Workshop-Nachmittag im Abenteuerdorf Anfang November, zu dem aus allen Ecken des Kirchenkreises 50 Menschen nach Wemlighausen kamen. Einige Anregungen von dort wurden schon in die Stellenausschreibung aufgenommen, aber der kreiskirchliche Ausschuss für Gemeindepädagogik wird sich auf dieser Basis im neuen Jahr nochmal genauer mit dem Gesamtkonzept beschäftigen.

Ebenfalls im neuen Jahr findet eine Sondersynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein statt. Am Samstag, 17. März, treffen sich die offiziellen Synodalen des Wittgensteiner Kirchenkreises einen Tag lang mit den Teilnehmenden der Jugendsynode. Die Jugendsynode ist eine Wittgensteiner Erfindung fürs Reformationsjubiläum: Mitte November haben ein Wochenende lang junge Delegierte aus den Kirchengemeinden im Abenteuerdorf getagt, um sich in ihrer Freizeit Gedanken über die Zukunft der Kirche und die Kirche der Zukunft zu machen. 16 Themenfelder wurden bearbeitet, die drängendsten Aufgaben sahen die jungen Leute bei einem veränderten Gottesdienst-Verständnis und einer besseren Vernetzung zwischen allen Mitarbeitenden in der evangelischen Jugendarbeit von Wittgenstein und Hochsauerland, die gemeinsam den heimischen Kirchenkreis bilden. Corinna Hedrich, Franziska Heß, Anna Koch, Dana Lindner und Christian Schneider stellten einige wenige Ergebnisse am Mittwoch vor, Genaueres gibt es im März. Sondersynoden sind sehr selten, dass jetzt eine stattfinden soll, unterstreicht, dass der Kirchenkreis Wittgenstein dieses Engagement von Jugendlichen und jungen Menschen in den Kirchengemeinden ernst nehmen will.