Abenteuerdorf Wittgenstein

  • Wenn im Abenteuerdorf alles so gut läuft wie gerade, dann liegt das an einem sehr guten Haus und einem hochmotivierten Team: Der Dank von Silke Grübener und Maike Schröder ging bei der Synode stellvertretend für alle Mitarbeitenden an Erika Grauel, Valerie Frettlöh, Ute Riedesel, Klaus Aderhold und Christian Strackbein (stehend, von links).
  • Mit einem etwas anderen Hütchenspiel stellten Silke Grübener (links) und Maike Schröder bei der Synode vor, wer von Beiden im Abenteuerdorf welchen Hut aufhat: Silke Grübener für die Leitung und die Verantwortung in Bezug auf Personal und Preisgestaltung, Maike Schröder für die Gästebetreuung und die Programme inklusive der Erlebnispädagogik, für die Belegung sind beide zuständig.
  • Superintendent Stefan Berk dankte mit dem Krimi „Der Luther-Anschlag“ dem scheidenden Kuratorium und seinen Mitgliedern Ulrike Florin, Sabine Lang, Klaus Aderhold, Silke van Doorn und Peter Liedtke.

An einigen Stellen stand das Abenteuerdorf Wittgenstein (ADW) jetzt selbst auf der Tagesordnung bei der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein. Zudem kam der Name „Abenteuerdorf“ an diesem Tag bei unterschiedlichsten Einbringungen zu verschiedensten Themen vor: Als es um den Kinderkirchentag, die Jugendsynode, das Finanzgespräch mit der Landeskirche und den Werkstatt-Tag zur Kompetenzzentrums-Arbeit ging, um ein paar zu nennen. Und die Synode fand auch noch zum zweiten Mal und wie zukünftig immer im Abenteuerdorf statt. Das umgebaute Freizeitzentrum in Wemlighausen ist an dieser Stelle schon zum wichtigen Anlaufpunkt im Kirchenkreis geworden, genau wie es die Planungen vorm Umbau angepeilt hatten.

Seit August ist Silke Grübener die neue ADW-Geschäftsführerin, zunächst mit einer halbe Stelle, ab dem neuen Jahr mit einer ganzen. Sie stellte bei der Synode den Entwurf des Wirtschaftsplans 2018 fürs ADW vor, eine Prognose, die mit einem Minus schließt. Das ist in den ersten drei Jahren des Betriebs nach dem Umbau kein Problem, das hat der Kirchenkreis vorausgesehen. Danach muss am Jahresende jedoch mindestens eine schwarze Null stehen, wie Superintendent Stefan Berk unterstrich. Doch zurück zu den Zahlen. Das Minus könne sich im kommenden Jahr auf knapp 28.000 Euro belaufen, Erlösen von 460.000 standen in dem Entwurf Kosten von 488.000 Euro gegenüber. Hoffnung gaben Silke Grübener einige Zahlen, die so nicht erwartete waren: die erhebliche Steigerung der Belegung trotz Baustelle in 2017 auf etwa 11.000 Übernachtungen mit Vollverpflegung, die für 2018 bereits jetzt angefragten oder reservierten 9.500 Übernachtungen im Vollverpflegungsbereich, angepeilt werden 13.000. Dabei konnte Silke Grübener sich um das Marketing bisher noch nicht so kümmern, wie sie das zukünftig möchte. Außerdem kann das ADW als Wirtschaftsbetrieb inzwischen nicht mehr nur im Sinne steuerbegünstigter Zwecke genutzt werden, auch eine hotel-ähnliche Nutzung mit anderen Preisen und Steuersätzen ist inzwischen möglich. Auch das bringt Unwägbarkeiten für den Wirtschaftsplan, die im ersten Jahr noch nicht verlässlich einzupreisen sind.

Bei aller Wertschätzung für die Arbeit von Silke Grübener und fürs ADW, wo wie gesagt das landeskirchliche Finanzgespräch für den Gestaltungsraum der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein stattfand, ging auch Landeskirchenrat Martin Bock als Juristischer Ortsdezernent des Kirchenkreises davon aus, dass das Abenteuerdorf eine weiter bestehende große finanzielle Herausforderung bleibt. Für die Evangelische Kirche von Westfalen sei deshalb sei eine längerfristige Finanzplanung unabdingbar. Einher gehen alle Veränderungen mit einer neuen Satzung, die sich auf der Homepage des Wittgensteiner Kirchenkreises findet und die einstimmig von der Synode beschlossen wurde.

In der neuen Satzung steht nichts mehr von einem Kuratorium, das das Freizeitzentrum über lange Jahre begleitet hat. Und besonders in den vergangenen Jahren des Umbaus war das Kuratorium ein ganz wichtiges Gremium, das in vielen Arbeitsstunden Gedanken und Ideen kanalisiert hat und die Umsetzung der Bauplanung gewissenhaft vorangetrieben und begleitet hat. „Danke, dass ihr die Vision dieses Hauses nie verloren habt! Dass wir heute hier im Warmen sitzen können, dass wir Hoffnung haben, dass dieser Ort zu so etwas werden kann wie einem Treffpunkt in unserem Kirchenkreis - das verdanken wir auch euch.“ So verabschiedete Superintendent Stefan Berk das Kuratorium bei der Synode aus seinem Dienst, zum letzten Kuratorium gehörten neben der Vorsitzenden Sabine Lang auch Christian Womelsdorf, Ulrike Müller, Ulrike Florin, Silke van Doorn, Klaus Aderhold und Peter Liedtke. Die Anwesenden, die der Einladung gefolgt oder sowieso bei der Synode waren, erhielten von Stefan Berk den neuen Tristan-Irle-Krimi „Der Luther-Anschlag“. Der Mord am Anfang passiert in einem Wemlighäuser Freizeitlager. Von den kriminellen Aspekten abgesehen für den Superintendenten ein gutes Zeichen, denn das mache deutlich: „Unser Dorf ist im Bewusstsein von Siegen-Wittgenstein angekommen.“