Kita-Koordination

Jan Siegismund ist jetzt im Siegener Haus der Kirche, wo die gemeinsame Verwaltung der beiden Kirchenkreise größtenteils sitzt, für die Wittgensteiner Kitas als Koordinator zuständig. Das Foto zeigt ihn bei der jüngsten Synode im Gespräch mit Angelika Krämer, Kita-Leitung vom Laaspher Bäderborn.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein beschloss im Sommer eine Entlastung der vier Kirchengemeinden, die Trägerinnen von Kindertageseinrichtungen sind. Ab 2016 läuft die Finanzierung der insgesamt sieben Kitas in Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück und Girkhausen noch solidarischer: Den größten Batzen für diese Arbeit bezahlt ohnehin die öffentliche Hand, aber der verbleibende Anteil wird für die Träger-Kirchengemeinden immer mehr zur Belastung. Deshalb erhalten diese nun nicht mehr eine feste Pauschale pro Kindergartengruppe, stattdessen werden 70 Prozent der verbleibenden Kosten vom Kirchenkreis gezahlt, die restlichen 30 Prozent müssen die Trägergemeinden selbst zahlen. Diese Entscheidung vom Sommer deutete Superintendent Stefan Berk jetzt bei Herbstsynode in Bad Laasphe: „Damit hat die Synode deutlich gemacht: Wir wollen auch in Zukunft evangelische Kindergartenarbeit in Wittgenstein aufrechterhalten. Für die Kindergarten-Gemeinden war das ein wirklich wertvolles und gutes Signal – und die Motivation, diesen Auftrag weiter zu führen, ist damit deutlich gestiegen.“

Darüberhinaus haben die betroffenen vier Presbyterien im Herbst beschlossen, die Geschäftsführung der sieben Kitas auf den Geschäftsbereich III in der gemeinsamen Verwaltung im Kreiskirchenamt Siegen/Wittgenstein zu übertragen, dazu führte Stefan Berk aus: „Dahinter steht die Erkenntnis, dass die komplexe Materie des Kinderbildungsgesetzes von unseren Presbyterien nicht mehr durchschaut und überblickt werden kann. Beschlüsse wurden schlicht aufgrund der Vorlagen aus Siegen gefasst, ohne wirklich immer verstehen zu können, warum diese oder jene Entscheidung nötig war.“

Wobei der Superintendent, selbst Pfarrer einer Kirchengemeinde mit Kindergärten, unterstrich: „Das bedeutet aber nicht, dass die Gemeinden die Verantwortung aus der Hand gegeben hätten oder geben wollten. Zuständig bleiben die Presbyterien für Arbeitsverträge der leitenden Angestellten, für das Budget eines Kindergartenjahres, für strategische und vor allem: gemeindepädagogische Fragen und Entscheidungen. Es bleiben unsere Kindergärten. Ich hoffe, dass wir in einem halben Jahr sagen können: Jetzt sind es wieder wirklich unsere Kindergärten, weil wir uns wieder um das kümmern können, was uns am Herzen liegt: Die Begleitung der Kinder und Familien und ein gutes, gemeinsames Gemeindekonzept, in dem die Kitas eine wichtige Rolle spielen.“ Im benachbarten Kirchenkreis Siegen gibt es seit längerer Zeit einen Verbund namens EKiKS, also: Evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Siegen, zu dem immer mehr der vielen kirchlichen Kitas dort gehören.“ Die Perspektiven hier formulierte Stefan Berk so: „Die Frage eines zukünftigen Verbundes mit dem Siegener EKiKS ist als Thema auf dem Tisch - hier werden wir vermutlich im kommenden Jahr mit Vertretern des Kirchenkreises Siegen ins Gespräch kommen. Ausgang offen.“