Verabschiedung der Synodalassessorin

Bewegt verabschiedete sich Superintendent Stefan Berk bei der Synode am Montag von seiner Stellvertreterin Claudia Latzel-Binder, die aufgrund der Situation in der Berleburger Kirchenkreis-Region ihr Amt als Synodalassessorin nach sechs Jahren aufgab.

Deutlich bewegt dankte Superintendent Stefan Berk am Montag bei der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein seiner Stellvertreterin Claudia Latzel-Binder, die nach sechs Jahren zum 1. Dezember von ihrem Amt als Wittgensteiner Synodalassessorin zurückgetreten war.

Der Grund war für die Berleburger Pfarrerin der Dienst in ihrer eigenen Gemeinde und in der gesamten Berleburger Region. Im Sommer hat ihr früherer Kollege Frank Schröder sein Pfarrhaus in der Odebornstadt verlassen, seit 1. Dezember ist auch Achim Schwarz nicht mehr als Pfarrer den Evangelischen Kirchengemeinden Girkhausen und Wunderthausen/Diedenshausen tätig. In der Region I des Kirchenkreises, zu der neben genannten auch die Arfelder und die Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal gehören, macht man sich zur Zeit viele Gedanken, wie die Arbeit koordiniert werden kann. Gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass der Wittgensteiner Kirchenkreis bis 2020 vier Pfarrstellen einsparen muss. Das erfordert jetzt in der Zeit des Übergangs viel Arbeit und viel Kraft.

Stefan Berk dankte Claudia Latzel-Binder nicht nur für ihr Engagement allgemein, sondern insbesondere für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dazu habe gehört, dass er sich mit seiner Stellvertreterin über alle Themen zunächst einmal hinter verschlossenen Türen habe austauschen können, ungeschützt alle Gedanken habe formulieren können und dass davon nichts nach außen getragen worden sei. Auch wenn man manches Mal unterschiedlicher Auffassung gewesen sei und Dinge dann gut habe diskutieren können.

Bei diesen Gesprächen war auch stets der Laaspher Pfarrer Dieter Kuhli als Stellvertreter der Synodalassessorin dabei. Er wird nun zunächst einmal bis zur Sommersynode die Stellvertretung von Superintendent Stefan Berk übernehmen. Ende Juni soll dann die neue Synodalassessorin, der neue Synodalassessor gewählt werden. Der Wittgensteiner Nominierungsausschuss hat einiges zu tun, weil der Kirchenkreis durch den Weggang von Pfarrer Oliver Günther aus Feudingen auch seinen Finanzausschuss-Vorsitzenden verliert.

Claudia Latzel-Binder, der der Abschied hörbar schwer fiel, bedankte sich bei ihrer Kirchengemeinde, dass diese ihr die Möglichkeit gegeben hatte, als Assessorin zu arbeiten, sie bedankte sich für die Zusammenarbeit im Kreissynodalvorstand, auch dem Leitungsgremium des Kirchenkreises gehört die Berleburger Pfarrerin künftig nicht mehr an, und bei den Gemeinden. Als Synodalassessorin hatte Claudia Latzel-Binder nicht nur das Salutogenese-Konzept für Wittgenstein angestoßen, sondern auch regelmäßig die Presbyterien der 16 Kirchengemeinden des Kirchenkreises besucht, um in dem mit knapp 950 Quadratkilometern flächenmäßig großen Kirchenkreis Kontakt und Verbindung zu halten.