Über Herausforderungen zum wunderbaren Wochenende

Knapp 100 Kinder aus den Kirchenkreisen Dortmund, Münster, Unna und Wittgenstein kamen ins Abenteuerdorf

Ein kurzfristiger personeller Wechsel, zwischendurch sehr hohe Corona-Inzidenz-Werte, ein Termin ziemlich knapp nach den Sommerferien, ein Veranstaltungsort ganz weit weg von den großen Zentren der Evangelischen Kirche von Westfalen - das Lautstark-Festival, das jetzt im Abenteuerdorf Wittgenstein stattfand, hatte im Vorfeld mit diversen Herausforderungen zu kämpfen. Davon merkten die Teilnehmenden allerdings nichts. Sie erlebten stattdessen in dem Berleburger Ortsteil Wemlighausen einen wunderbaren Kurzurlaub in der Freizeiteinrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein: 85 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus den Kirchenkreisen Dortmund, Münster und Unna waren in den westfälischen Süden gekommen, um von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag eine gute Zeit in Gemeinschaft zu verbringen.

Zwischen Morgenimpuls und Abendsegen hatte sich das Organisations-Team ein buntes Programm überlegt. Zu den gut 20 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die die auswärtigen Kirchenkreise mit nach Wittgenstein gebracht hatten, kam noch ein Dutzend Mitarbeitende von hier, insbesondere für die Workshops am Samstagmorgen und -nachmittag. Hier wurden Traumfänger zum Mit-nach-Hause-Nehmen und im Wald beim Abenteuerdorf eine Zwergenstadt zum Da-Lassen gebaut, bei Aufgaben auf dem Niedrigseil-Parcours und in Gruppen mit verbundenen Augen wurde das Vertrauen in andere Menschen geschult, am Mittelalter-Zelt und vor großen Graffiti-Wänden konnte man aktiv werden und in neue Welten eintauchen, beim Minigolfen, am Teich und mit den Lamas lernten die weitgereisten Gäste schließlich kennen, was zum Abenteuerdorf-Standardprogramm gehört.

Da auf dem Weg zum Festival die Betten-Vorbestellungen des Wittgensteiner Kirchenkreises bei der Landeskirche verloren gegangen waren, konnten die heimischen Kinder nicht im Abenteuerdorf übernachten. Aber wenigstens zehn von ihnen nahmen noch zusätzlich als Tagesgäste an der Veranstaltung teil. Auch zur Freude von Abenteuerdorf-Geschäftsführerin Silke Grübener und Daniel Seyfried, dem Leiter des Kompetenzzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Wittgensteiner Kirchenkreis. Die Beiden hatten nach und nach hier vor Ort bei der Organisation immer mehr Aufgaben übernommen und waren dankbar, dass sich für ein mitreißendes Konzert am Samstagabend die Kinderrock-Band „Krawallo“ aus dem ostwestfälischen Herford und für den Abschluss-Gottesdienst am Sonntagmorgen aus Witten Christian Uhlstein als Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen auf den Weg nach Wittgenstein gemacht hatten. Beim Gottesdienst erzählten einige der Kinder, wie gut es ihnen getan habe, hier Gemeinschaft zu erleben und neue Freundinnen und Freunde kennenzulernen. Passend dazu bekamen alle zum Abschied vom Abenteuerdorf ein Freundschafts-Bändchen geschenkt.

>>> mehr Fotos