Unterwegs war der Wind immer wieder Thema

Gleidorfer Familiengottesdienst wanderte von der Pfarrkirche St. Peter und Paul zur Wormbacher Kreuzbergkapelle

„Atmen wir den frischen Wind, spüren kann ihn jedes Kind, neue Kraft wird uns gegeben, Gottes Geist befreit zum Leben“ - bei Sonnenschein und der einen oder anderen kleinen Böe erklang dieses Lied jetzt immer wieder auf dem Weg von der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wombach hinauf zur Kreuzbergkapelle oberhalb des Dorfes. Unterwegs waren hier rund 30 kleine und große Teilnehmende eines Familiengottesdienstes der Evangelischen Kirchengemeinde Gleidorf.

Pfarrerin Ursel Groß hatte mit einem eingespielten Team den Gottesdienst vorbereitet, dazu gehörten neben Presbyterin Stefanie Ockershausen auch Jorinde Jelen, Beatrix Roth und Silke Weber, die sich mit auf den Weg gemacht hatten, sowie Theresa Daus, die diesmal nicht dabei sein konnte. An diesem Morgen dreht sich alles um den Wind, immer wieder beleuchteten die Lieder, Geschichten und Gebete dieses Thema. Und an zwei vorbereiteten Halte-Stationen auf dem Weg konnten die zahlreichen Kinder den Wind sichtbar und hörbar machen. Beeindruckend waren die Geräusche, die entstanden, wenn man die Windschläuche locker aus dem Handgelenk nur schnell genug kreisen ließ. Sichtbar wurde auch das laueste Lüftchen, wenn man die Windspiele in Regenbogen-Farben so hielt, dass sich der Wind in ihnen fing, so dass sie sich drehten. Manchmal sogar ganz wild. Und mit einem riesigen Fallschirm-Schwungtuch, das die Mädchen und Jungen in ihrer Mitte hielten, konnten die Kinder außerdem auch selbst ganz schön viel Wind machen.

Oben angekommen, luden die Organisatorinnen die kirchliche Wandergesellschaft ein, die Arme auszubreiten und sich in den Wind zu stellen, um diesen buchstäblich hautnah zu spüren. Und nach weiteren Liedern, einer kurzen Predigt und einem abschließenden Gebet, die allesamt das Thema des Tages in der einen oder anderen Form aufnahmen, gab es im großen Kreis auf dem Kreuzberg den Segen: „Gott, dein guter Segen ist wie ein sanfter Wind - und so geht in der Kraft und Zärtlichkeit dieses Windes.“ Aber danach ging erstmal keiner, stattdessen setzten sich alle hin: Jetzt wartete neben der Kapelle ein Picknick auf die Familiengottesdienst-Gäste. Gestärkt durch diese gemeinsame Mahlzeit und gestärkt durch den etwas anderen Gottesdienst konnten sich hinterher die Kleinen und die Großen auf den Weg in die neue Woche machen - mit dem Rückenwind des Herrn.

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