589 Menschen bei der Jugendbibelwoche

Wegen Corona: So genau wie bei der Berleburger Solidarraum-Premiere war die Gäste-Erfassung noch nie

Am Dienstag 167 Personen, am Mittwoch 134, am Donnerstag 158 und am Freitag 130 - so genaue Zahlen für die Besucherinnen und Besucher einer Jugendbibelwoche wie diesmal gab es noch nie. Der Grund: die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden genauen Anmeldevorschriften für die vier Abende, die nach der 3G-Regel stattfanden. Was die Sache für regelmäßig in der Schule getestete Jugendliche ziemlich unkompliziert machte. Zum zweiten Mal fand die Jugendbibelwoche in der Dotzlarer Kulturhalle „Wittgenstein“ statt, mit kleinen Veränderungen zum Vorjahr. War die Veranstaltung in 2020 noch für die Kirchengemeinden Birkelbach, Erndtebrück, Raumland und Wingeshausen, so waren diesmal die Kirchengemeinden Arfeld, Bad Berleburg, Girkhausen, Lukas, Raumland und Wingeshausen die Ausrichter. Die Bezugsgröße für die Zusammenarbeit ist jetzt nicht mehr die alte Kirchenkreis-Region, sondern der neu geschaffene Kirchenkreis-Solidarraum. Mussten die Jugendlichen vergangenes Jahr Stühle nutzen, die 1,50 Meter voneinander entfernt standen, konnten sie dieses Jahr in langen Reihen nebeneinandersitzen. Und das war gut so, schließlich verwandelte sich die Kulturhalle jeden Abend in einen Kinosaal.

Am Anfang stand die Komödie „Der Ja-Sager“ auf dem Spielplan, danach folgten der Zeichentrickfilm „Findet Nemo“ und die Disney-Produktion „Alles steht Kopf“, zum Abschluss ging es am Freitag um die Musical-Biographie „Greatest Showman“. An den einzelnen Abenden wurden nicht etwa die ganzen Filme gezeigt, sondern höchstens mal ein kurzes Stückchen daraus. Dennoch ließen sich die Teams, die die vier Abende gestalteten, durch die Geschichten der Filme inspirieren. Sie suchten und fanden grundlegende christliche Botschaften in diesen Hollywood-Streifen, die allein in Deutschland Millionen Fans in die Kinos gelockt hatten. Die Teams lieferten auf der Spur der Film-Themen selbst Anspiele und Andachten für den Alltag, Gedanken und Gebete für die Gegenwart. Ihren musikalischen Rahmen erhielten die Abende durch die unverwüstlichen Jubiwo-Klassiker wie „Awesome God“, „Blessed Be Your Name“ oder „My Lighthouse“. Auch wenn Musik und Gesang nur vom Band kamen, so untermalten doch auf der Bühne Mitarbeitende die Lieder mit Gesten und Klatschen an den richtigen Stellen, wozu sich das Publikum auch gern einladen ließ. Wenigstens das, wenn es schon nicht mitsingen durfte.

Insgesamt gehörten zur Jugendbibelwochen-Mannschaft von Hauptorganisator Benjamin Schneider etwa 30 ehrenamtlich Mitarbeitende, die über alle Kirchengengemeinde-Grenzen hinweg sehr gut zusammenarbeiteten. Die Jugendbibelwochen-Premiere im Berleburger Solidarraum funktionierte fabelhaft. Und mal sehen, wohlmöglich kann man bei der nächsten Auflage im kommenden Jahr sogar wieder gemeinsam singen.

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