Nochmal ein Semester studieren

Der Laaspher Pfarrer Steffen Post ist von Oktober bis Februar zum Kontaktstudium in Wuppertal

„Sind seit Beginn des Probedienstes mindestens zehn Jahre vergangen, kann die Pfarrerin oder der Pfarrer ein einsemestriges Kontaktstudium an einer Evangelisch-Theologischen Fakultät oder einer Kirchlichen Hochschule beantragen“ - so steht es in der Fortbildungsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Diese Mindestanforderung schafft Pfarrer Steffen Post locker, ist er doch schon seit zwölfeinhalb Jahren ordentlicher Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Laasphe. Und deshalb nimmt er sich jetzt eine Auszeit vom Wittgensteiner Gemeindeleben und legt nicht etwa die Beine hoch, sondern geht nochmal an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel - Hochschule für Kirche und Diakonie studieren: Von Oktober bis Februar dauert sein Semester in Wuppertal.

Während er sich im Bereich „Praktische Theologie“ mit den Themenfeldern „Liturgiewissenschaft“ und „Spiritualität“ beschäftigen möchte, belegt er in der Systematischen Theologie das Seminar „Was ist die Seele?“, hört die Vorlesung zum Römerbrief mit dem Schwerpunkt auf dessen Auslegung im christlich-jüdischen Gespräch, zudem beschäftigt er sich in der Religionswissenschaft mit dem Islam, nur um ein paar Stichwörter aus dem Stundenplan zu nennen.

All das bietet reichlich Gelegenheit, neue und frische Gedanken, Ideen und Impulse zu bekommen, für die im eng getakteten Pfarrer- und Gemeinde-Alltag generell oft die Zeit fehlt. Auch weil Steffen Post darüberhinaus im kleinen Wittgensteiner Kirchenkreis ja auch weitere Aufgaben wahrnimmt: Neben der Synodalbeauftragung für die Notfallseelsorge wird der sechsfache Familienvater künftig als neu gewählter Scriba im Kreissynodalvorstand - also Protokollführer im Leitungsgremium des Kirchenkreises - noch einige Arbeit dazubekommen. Aber bis in den Februar ist er nun beurlaubt. Pfarrer Dieter Kuhli und Pfarrerin Heike Lilienthal übernehmen in dieser Zeit vor Ort die Vertretungsdienste, und auch in der Notfallseelsorge sind die Dienste bis Februar verlässlich geregelt.