Synode I: Wahlen

Kreissynode wählt Simone Conrad zur Nachfolgerin von Superintendent Stefan Berk

Die aufgrund der Corona-Pandemie drei Monate verspätete Sommersynode des Wittgensteiner Kirchenkreises konnte wegen der derzeit üblichen Abstandsregeln diesmal nicht im Abenteuerdorf Wittgenstein stattfinden, stattdessen tagten die Delegierten der Kirchengemeinden und Arbeitsbereiche im Berleburger Bürgerhaus. Auch auf die Abläufe hatte die aktuelle Situation Auswirkungen: Die Versammlung dauerte nur einen guten Nachmittag lang, zu essen gab es - außer Gummibärchen und Müsli-Riegeln in dem Umschlag mit Namensschild und eigenem Kugelschreiber - nichts. Und der Kugelschreiber wurde benötigt, weil an diesem Nachmittag schriftlich gewählt wurde, schließlich galt es, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Superintendent Stefan Berk zu finden, da der 60-Jährige nach 13 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl stand.

Der Kirchenkreis-Nominierungsausschuss hatte sich deshalb auf die Suche begeben. Anschaulich schilderte Monika Benfer als Vorsitzende, wie die Zahl der Kandidat*innen geschrumpft war: wegen der zu erfüllenden Anforderungen, wegen der Überlegungen im Gremium, wegen der persönlichen Pläne der Angesprochenen. Am Ende schlug der Nominierungsausschuss allein Simone Conrad vor. Auch wenn man sich im überschaubaren Wittgensteiner Kirchenkreis kennt, stellte sich die 57-jährige Birkelbacher Gemeindepfarrerin und Wittgensteiner Diakoniepfarrerin bereits eine Woche vor der Synode den Abstimmungsberechtigten in der Evangelischen Kirche Erndtebrück kurz vor und warf einige Schlaglichter auf die Chancen und Perspektiven der evangelischen Kirche hier vor Ort im Kirchenkreis für Wittgenstein und einen Teil des Hochsauerlands.

Noch am Tag der Synode hätte es bis eine Stunde nach der Eröffnung der Versammlung die Chance gegeben, dass sich noch jemand zur Wahl stellte - das passierte nicht. So dass zügig und geheim abgestimmt werden konnte: Von 46 abgegebenen Stimmen entfielen 40 auf Simone Conrad, die übrigen sechs waren Enthaltungen. Auch die weiteren Positionen im Kreissynodalvorstand (KSV) für Ordinierte - also Pfarrerinnen und Pfarrer - wurden in geheimer Wahl besetzt, wobei die Ergebnisse genau die Vorschläge des Nominierungsausschuss widerspiegelten: zum Synodalassessor und damit Stellvertreter von Simone Conrad wurde mit 35 Stimmen Peter Liedtke gewählt, zur stellvertretenden Synodalassessorin Kerstin Grünert mit 42 Stimmen. Neuer Scriba - also Protokollführer - wurde mit 43 Stimmen Steffen Post, außerdem wurde Silke van Doorn mit 35 Stimmen als weiteres theologisches Mitglied im KSV bestätigt. Zudem gehören als nicht-ordinierte Mitglieder zum KSV: die Presbyteriums-Mitglieder Edith Aderhold aus Wemlighausen, Helga Afflerbach aus Steinbach, Steffi Graffmann aus Erndtebrück, Anne Neumann aus Birkelbach und Dr. Wolfgang Pollinger aus Schmallenberg, allesamt in fünf einzelnen Wahlgängen offen und einstimmig gewählt. Im Block wurden die Stellvertreter für den KSV bestimmt: Oliver Lehnsdorf und Dr. Dirk Spornhauer als Ordinierte sowie Heike Dragowski-Meyer, Klaus Saßmannshausen, Thorsten Betz und Katja Balz als Nicht-Ordinierte. Alle übrigen Wahlen für kirchenkreisliche Ausschüsse und Beauftragungen gingen schnell vonstatten und folgten einmütig den Vorschlägen des Nominierungsausschusses.

Wahlvoschlags-Listen des Nominierungsauschuses: zum Herunterladen