„Oh, Happy Day“ - mit Mund-Nasen-Schutz

Kirchengemeinde Winterberg begrüßte ihre neun neuen Konfis in einem Gottesdienst „Anders“

Selbst wenn man gerade an Tagen mit hellem Sonnenschein die dunklen Wolken der Corona-Pandemie nicht sehen kann, hat man derzeit oft das Gefühl, dass sie trotzdem da sind. Aber dagegen kann man sich wehren. Etwa wie die neun neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Winterberg. Am Sonntagabend zogen sie zum über Lautsprecher eingespielten „Oh, Happy Day“ beim Gottesdienst „Anders“ beschwingt klatschend - Mitsingen geht ja gerade nicht - in die Kirche am Alten Garten ein, um sich der Gemeinde vorzustellen. Den mitreißenden Gospel-Song über einen fröhlichen Tag ließen sich die jungen Leute dabei auch nicht von ihrem Mund-Nasen-Schutz verderben. Abgenommen wurde die Maske erst als alle mit dem inzwischen üblichen Abstand vorm Altar standen und in die Gemeinde schauten. Insgesamt rund 60 Besucher hatten sich in die Kirche einladen lassen.

In Anspiel und Lesung sowie in der Predigt von Pfarrerin Dr. Sandra Gintere ging es um das Bild aus Paulus erstem Brief an die Korinther von dem Leib und den vielen Gliedern, also von den unterschiedlichen Gaben und den vielen Begabungen der einzelnen Menschen, die erst gemeinsam eine Gemeinde reich machen. Ein bisschen von dieser Unterschiedlichkeit konnte die Konfi-Gruppe schon zwei Wochen vorher bei einem gemeinsamen Aufenthalt im Abenteuerdorf in Wemlighausen erleben. Mit den Jugendlichen war das neue Mitarbeiterinnen-Team - die Presbyterinnen Heike Dragowski-Meyer, Janine Hetzler und Tanja Jülich, Pfarrerin Dr. Sandra Gintere und Yvonne Thomas, Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit - in der Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein, zu dem auch die Winterberger Kirchengemeinde gehört. Hier lernte sich die Gruppe besser kennen, außerdem wurde der Gottesdienst gemeinsam vorbereitet und erarbeitet. Und so standen Sophia Hetzler und Leon Jülich, 2019er Konfis der Kirchengemeinde, die inzwischen zum Ehrenamtlichen-Team gehören und in Wemlighausen dabei waren, jetzt beim Anspiel mit dem neuen Konfi-Jahrgang vorn in der Kirche. Auch dabei wurde die Botschaft der bereichernden Unterschiedlichkeit gut verständlich vermittelt.

Zwei Geschenke bekamen die Konfis am Ende des Gottesdienstes: Dr. Friedrich Opes überreichte den Jugendlichen im Namen des Presbyteriums Freundschaftsbänder, aus den Händen von Sandra Gintere erhielten die maskierten Konfis im Chorraum je eine Chrysantheme. Und diese Blumen konnten gleich danach vor der Kirche eingepflanzt werden - ohne Maske, aber mit Freude. Mal sehen, wie sie sich bis zu den Konfirmationen nächstes Jahr entwickeln.

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