Young Ambassadors 7 - der Auftakt

  • Auch Superintendent Stefan Berk (rechts) besuchte zum Auftakt die siebte Generation der Young Ambassadors bei ihrem Vorbreitungs-Treffen im Berleburger Haus der Kirche.
  • Die UCC - also die amerikanische United Church of Christ - war Thema eines Ratspiels, das Laura Mengel, Teilnehmerin der fünften Generation, Leiterin in der siebten - vorbereitet hatte.
  • Auch wenn sich die meisten der ehrenamtlich engagierten Jugendlichen schon mal im Kirchenkreis über den Weg gelaufen waren, lernten sich die 13 Teilnehmenden beim Vorbereitungstreffen nochmal besser kennen.
  • Den ersten gemeinsamen Gottesdienst feierte die siebte Young-Ambassadors-Generation am Vobwereitungs-Wochenende in der Schmallenberger Christuskirche.

Wenn man wo ganz anders eine Stelle antritt, dann gibt es trotzdem Vertrautes und Neues - und Zeit, sich in die neue Position hineinzufinden. Das war für Daniel Seyfried nicht anders, als er im Oktober Leiter des Kompetenzzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Wittgensteiner Kirchenkreis wurde. Nur an einer Stelle war es der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Schon kurz vorm offiziellen Dienstbeginn Mitte Oktober flog er gleich mal in die USA, um dort gemeinsam mit dem Wittgensteiner Superintendenten Stefan Berk und Vertretern der amerikanischen United Church of Christ in Indiana und Kentucky über die Young Ambassadors zu sprechen. Der Jugendaustausch der Jungen Botschafter, so die Übersetzung, war im Frühjahr 2018 in seiner siebten Auflage von beiden Seiten für 2019 und 2020 beschlossen worden. Die Neubesetzung der Kompetenzzentrums-Leitung zog sich dann aber länger als geplant hin.

Inzwischen sind die komplizierten Vorarbeiten mit einiger Bürokratie, aber gleichzeitig mit hervorragenden finanziellen Fördermöglichkeiten durch die Bundesrepublik Deutschland, den Kreis Siegen-Wittgenstein und die Westfälische Landeskirche abgeschlossen - und auch auf Wittgensteiner Seite alle Young Ambassadors gefunden, nachdem die Amerikaner vorgelegt hatten. Als Jugendliche sind Lara Bald aus Birkefehl, Leonie Böttger aus Sassenhausen, der Feudinger Philipp Dreisbach, die Berghäuserin Nele Förster, Melina Grebe aus Dotzlar, die Schmallenbergerin Carina Hebestreit, die Hesselbacherin Jacqueline Kopp, der Gleidorfer René Kranefeld, die Erndtebrückerin Lilly Kreutzer, der Weidenhäuser Jost Müsse, Leonie Reis aus Aue, die Berghäuserin Sophie Saßmannshausen und der Berleburger David Schneider dabei, die 13 Teilnehmenden sind zwischen 15 und 19 Jahren alt. Neben Daniel Seyfried ist die Elsofferin Laura Mengel die zweite Leitung der neuen Young Ambassadors.

Bei den Jugendlichen liegt - wie schon beim sechsten Austausch - ein besonderer Schwerpunkt auf der Raumländer Kirchengemeinde, sie haben aber niemandem einen Platz weggenommen. Die Gesamt-Teilnehmerzahl war im Vorfeld zwischen Amerika und Deutschland abgestimmt worden. Alle Bewerberinnen und Bewerber, die als ehrenamtlich Mitarbeitende ein Empfehlungsschreiben ihrer Kirchengemeinde vorlegten, bekamen einen Platz im Programm. Und so hat Daniel Seyfried als Neuling schon einige Young-Ambassador-Erfahrung in der Gruppe: Nicht nur mit Laura Mengel, selbst Botschafterin in der fünften Austausch-Generation, sondern auch mit zwei aktuellen Teilnehmern, deren ältere Geschwister schon Young Ambassadors waren. Außerdem sind in der aktuellen Gruppe zum ersten Mal nach über 20 Jahren wieder Hochsauerländer aus der Gleidorfer Kirchengemeinde, die auch zum Wittgensteiner Kirchenkreis gehört, dabei. Die neue Kirchengemeinde Banfetal hat gleich zu ihrem Start eine Teilnehmerin, nachdem die Kirchengemeinden Banfe und Fischelbach bei den vergangenen beiden Austausch-Programmen nicht vertreten waren.

Eine Zutat zum guten Gelingen der Young Ambassadors ist die ordentliche Vorbereitung. Trotz eines etwas engeren Zeitplanes legt auch Daniel Seyfried darauf sehr viel Wert. Einen ganzen Samstag lang trafen sich jetzt die Young Ambassadors im Berleburger Haus der Kirche, um einander besser kennenzulernen, auch wenn sich die meisten der ehrenamtlich engagierten Jugendlichen schon vorher an der einen oder anderen Stelle im Kirchenkreis über den Weg gelaufen waren. Die Wittgensteiner und Hochsauerländer hörten an diesem Tag mehr über die profilierte amerikanische United Church of Christ, viel von den Planungen, bekamen Hinweise auf amerikanische Fettnäpfchen und dachten miteinander über die Verantwortung nach, die mit dem Ehrentitel „Junge Botschafter“ verbunden ist. Da werden die Deutschen ihre erste Bewährungsprobe im Sommer absolvieren, wenn sie für drei Wochen bei ihren Austauschpartnern und deren Familien in den USA zu Gast sind.

Aber zu einem kirchlichen Austausch gehört mehr. Und so bereiteten die Jugendlichen an diesem Tag gemeinsam mit Daniel Seyfried und Laura Mengel auch noch einen Gottesdienst vor. Allein der Spaß, mit dem die jungen Leute, ihre Ideen für die szenische Umsetzung der biblischen Lesung sammelten und zusammenbastelten, war eine Freude für jeden, der das miterleben konnte. Und all die guten Einfälle funktionierten tags drauf beim Sonntagmorgen-Gottesdienst. Den gestalteten die 13 Jugendlichen und beiden Leiter der siebten Young-Ambassadors-Generation in der Christuskirche. Bewusst hatten sie sich für das Evangelische Gotteshaus in Schmallenberg entschieden, denn auch wenn der Austausche ein Projekt des Wittgensteiner Kirchenkreises ist, so ist es doch eine Selbstverständlichkeit, dass auch seine Hochsauerländer Jugendlichen daran teilnehmen können.