• Weltladenarbeit im Kirchenkreis

    Das Bewusstsein, dass wir alle auf einer Welt leben, wächst. Wenn irgendwo auf dem Globus, weit entfernt von Wittgenstein, Regenwälder abgeholzt werden, dann hat genau das auch Einfluss auf unser Klima und damit auf unser Leben. Und wenn unsere oftmals weitgereisten Produkte von einem anderen Ende der Erde bei uns für Spottbeträge zu kaufen sind, dann können wir sicher sein: Irgendjemand hat zuvor den Preis dafür bezahlt.

    Beim Partnerschaftstag des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein hatte auch das Erndtebrücker Klöneck im September 2012 einen Stand in der Berleburger Stadtkirche aufgebaut, bei Ulrike Berk (links) gab es unter anderem guten Tee.

    Um aus diesen ungerechten Zusammenhängen auszusteigen, gab es schon vor Jahrzehnten Produkte aus der damals so genannten Dritten Welt in speziellen Läden zu kaufen. Auch wenn inzwischen die fair gehandelten Produkte in den meisten ganz normalen Supermärkten im Regal stehen, gibt es die alten Treffpunkte im Geiste der einen Welt immer noch. Auch im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein.

    Genau gesagt sind es zwei, die ihre Nische in der heimischen Geschäftswelt gefunden haben. Auf ganz unterschiedliche Arten. Das Erndtebrücker Klöneck ist ein gemütlicher Treffpunkt und in dem Café gibt es zu den leckeren Waffeln eben nicht nur anregende Gespräche, sondern auch den fair gehandelten Kaffee und Kakao. Darüberhinaus zahlreiche andere Waren, die ihren Produzenten angemessen bezahlt worden sind. Viele der Produkte hier tragen das Fairtrade-Label. Auf deren Seite im Internet wird erklärt, weshalb der Faire Handel gut ist.

    Auch der Laaspher Ein-Welt-Laden war beim Partnerschaftstag des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein im September 2012 vertreten. Anne Bade (links) und Christa Biesenthal boten zahlreiche Produkte aus dem Fairen Handel an ihrem Stand an.

    Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels. Die Folgen reichen von Verschuldung über Arbeitslosigkeit bis zu Verelendung. Alternativen zur angestammten Produktion gibt es häufig nur wenige und diese beinhalten leider auch Drogenanbau, Prostitution, Kinderarbeit, Flucht in die Elendsviertel der Großstädte oder Emigration. Fairtrade bietet über einer Million Menschen einen Ausweg aus dieser Abwärtsspirale. Diese Nutznießer zu unser aller Bestem sind vor allem Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien.

    Genau diese Fairtrade-Produkte gibt es auch im Ökumenischen Weltladen Bad Laasphe, hier zudem noch ganz viele kunsthandwerkliche Arbeiten, die schon im Schaufenster zur örtlichen Hauptstraße hin immer wieder viele neugierige Blicke auf sich ziehen und Käufer anschließend ins Ladenlokal ziehen. Ein Besuch lohnt sich in beiden Einrichtungen – für die Besucher von hier und für die Mitmenschen an einem anderen Ende der Erde.