Infotag „Wege zum Leben“ (23. März 2012)

Theo Richter, Elisabeth Grube, Hubertus Schmidt und Susanne Falk (von links) luden jetzt bei einem Pressegespräch in Schmallenberg alle interessierten Sauerländer, Siegerländer und Wittgensteiner von der Pfarrerin über das Heimatvereins-Mitglied bis zum Touristiker zu einem Spiritualitäts-Infotag „Wege zum Leben“ am 23. März nach Schmallenberg ein.

„Spiritualität bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen.“ Sogar bei Wikipedia hört sich der theoretische Themen-Ansatz extrem kompliziert an. Wer sich mit dem abstrakten Fremdwort „Spiritualität“ aber mal ganz praktisch beschäftigen möchte, der ist am Freitag, 23. März, im Holz- und Touristikzentrum Schmallenberg an der Poststraße 7 herzlich willkommen. Hier findet von 14 bis 18.30 Uhr ein Infotag „Wege zum Leben“ statt.

Seit Ende 2008 machen sich Menschen im Sauerland Gedanken um das Thema, das mittlerweile zu einem aussichtsreichen Projekt für die Südwestfalen-Regionale geworden ist. Zwei Sterne hat es bereits, ab dreien winkt eine sehr ordentliche finanzielle Förderung durchs Land Nordrhein-Westfalen. 2013 wollen Sauerländer, Siegerländer und Wittgensteiner ihre nicht sonderlich bevölkerungsstarke Region unter anderem mit einem Spirituellen Sommer ein wenig mehr in den NRW-Blickpunkt rücken. Kein ganz leichtes Unterfangen in dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland.

Die Idee der Regionale verbindet Kreise und Kommunen, Ideen und Interessen. Das zeigt auch das Projekt „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative der Kur- und Freizeit-GmbH „Schmallenberger Sauerland“, des Dekanats Hochsauerland-Mitte für die Katholische Kirche, der Evangelischen Kirche, der Kreisheimatbünde und weiterer Unterstützer. Auch der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein ist sogar personell im Organisations-Quartett vertreten, für ihn laufen die Fäden bei der Gleidorfer Pfarrerin Elisabeth Grube zusammen, denn durch den Zuschnitt des Kirchenkreises gehört sie kirchlich zu Wittgenstein und kommunal zum Hochsauerland.

Auf dem Weg zum dreimonatigen Spirituellen Sommer 2013 gibt es in diesem Jahr schon einmal die Spirituellen Tage 2012, von Donnerstag, 5. Juli, bis Sonntag, 15. Juli. Und in Vorbreitung auf all das gibt es einen Infotag.

Fünf hochkarätige Referenten haben die Verantwortlichen dafür gewonnen: Benediktiner-Pater Dr. Cosmas Hoffmann von der Abtei Königsmünster spricht über die Wichtigkeit, dass Orte und Kontext bei spirituellen Angeboten zusammenpassen, Dr. Gerald Wagner vom Evangelischen Erwachsenen-Bildungswerk Westfalen-Lippe denkt mit seinen Zuhörern über die richtige Zielgruppenansprache nach, der Pädagoge und Krefelder Kulturmanager Joachim Watzlawik macht mit der Fragestellung „Was hat Karl May mit Spiritualität zu tun?“ deutlich, wie breit der Ansatz beim Thema sein darf, Dr. Birgit Hoyer von der Universität Erlangen/Nürnberg setzt Spiritualität in Zusammenhang mit Kultur und Kunst im ländlichen Raum, Dr. Wolfgang Isenberg thematisiert als Direktor der Bensberger Thomas-Morus-Akademie ganz allgemein „Tourismus und Spiritualität“. Alle Referenten stellen sich und ihre Themen in zehnminütigen Impulsreferaten beim Infotag vor, danach finden 70-minütige Workshops statt.

Ein bisschen mehr Raum bekommt noch Wolfgang Isenberg, er spricht gleich zum Auftakt auch über eine neue Studie zum Thema „Religion und Tourismus“. Diese in unseren Breiten oft immer noch ungewohnte Kombination war den Verantwortlichen beim Spiritualitäts-Projekt von Anfang an die Basis, wie es Susanne Falk vom zuständigen Projektbüro jetzt bei einem Pressegespräch zum Infotag erläuterte. Die Lennestädter Kulturwissenschaftlerin stellte mit Tourismusdirektor Hubertus Schmidt von der Schmallenberg Kur- und Freizeit-GmbH, Theo Richter vom katholischen Dekanat Hochsauerland-Mitte und Elisabeth Grube das Programm vor.

„Schätze, die wir haben, in ein neues Licht stellen“, so formulierte Theo Richter den Ansatz der Spiritualitäts-Offensive. Man wolle zudem, dass die Akteure auf diesem Gebiet mehr voneinander wüssten, ergänzte Susanne Falk. Wobei sich Elisabeth Grube schon jetzt freute, dass die Zahl ihrer eigenen Verknüpfungen durch diese Projekt-Arbeit bereits spürbar mehr geworden seien.

Susanne Falk nahm die Gelegenheit noch wahr, Vorbehalte gegenüber dem Wort „Spiritualität“ abzubauen. Sie wisse sehr wohl, dass die Menschen hier ganz fest auf dem Boden der Tatsachen stünden, aber Spiritualität müsse auch nichts Abgehobenes sein. Vielmehr sah sie gerade in der gemeinsamen südwestfälischen Gegend, „eine Landschaft voller Anlässe, Spiritualität zu erleben“. In einer Kirche, bei einem Baum, an einer Quelle.

  • Zwischendurch gab es bei dem Infotag „Wege zum Leben“ in Schmallenberg immer wieder Gespräche, wie hier zwischen dem Schmallenberger Bürgermeister Bernhard Halbe und der Gleidorfer Pfarrerin Elisabeth Grube, die für den Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein im Organisations-Team mitarbeitet.
  • Mit einem Dutzend Workshop-Teilnehmer dachte Dr. Gerald Wagner vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe kurzweilig darüber nach, welche Zielgruppe man eigentlich ansprechen will und wie man das macht.
  • Sie sorgten dafür, dass der Infotag „Wege zum Leben“ in Schmallenberg zu einem Erfolg wurde: Gerald Wagner, Elisabeth Grube, Susanne Falk, Joachim Watzlawik, Theo Richter, Wolfgang Isenberg, Hubertus Winterberg als stellvertretender Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur und Hubertus Schmidt (von links).

Großer Andrang herrschte jetzt im Schmallenberger Holz- und Touristikzentrum, rund 80 Menschen hatten sich für den Infotag angemeldet, in dessen Mittepunkt das immer beliebtere, aber dennoch schwer greifbare Thema „Spiritualität“ und dessen gut zu nutzenden Verbindung zum Tourismus stand. Auf dem Weg zu den „Spirituellen Tagen“ im Juli 2012 und zu dem dreimonatigen „Spirituellen Sommer 2013“ hatten die Organisatoren des Regionale-Südwestfalen-Projektes „Wege zum Leben“ fünf versierte Referenten gewonnen, um sich auf unterschiedlichen Gebieten der Thematik anzunähern.

Benediktiner-Pater Dr. Cosmas Hoffmann von der Abtei Königsmünster sprach über die Wichtigkeit, dass Orte und Kontext bei spirituellen Angeboten zusammenpassen müssen, Dr. Gerald Wagner vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe dachte mit seinen Zuhörern über die richtige Zielgruppenansprache nach, der Pädagoge und Krefelder Kulturmanager Joachim Watzlawik machte mit der Fragestellung „Was hat Karl May mit Spiritualität zu tun?“ deutlich, wie breit der Ansatz beim Thema sein darf, Dr. Birgit Hoyer von der Universität Erlangen/Nürnberg setzte Spiritualität in Zusammenhang mit Kultur und Kunst im ländlichen Raum, Dr. Wolfgang Isenberg thematisierte als Direktor der Bensberger Thomas-Morus-Akademie ganz allgemein „Tourismus und Spiritualität“.

Alle Referenten stellten sich und ihre Themen in zehnminütigen Impulsreferaten beim Infotag vor, danach fanden 80-minütige Workshops statt. Neben Susanne Falk vom zuständigen Projektbüro für „Wege zum Leben“, Tourismusdirektor Hubertus Schmidt von der Schmallenberg Kur- und Freizeit-GmbH und Dekanatsreferent Theo Richter vom katholischen Dekanat Hochsauerland-Mitte gehört auch Elisabeth Grube vom Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein zum Organisatoren-Quartett. Wobei auch die Evangelischen Kirchenkreise Arnsberg und Siegen ausdrücklich eingeladen sind, sich im Spirituellen Sommer einzubringen.

Und beim Infotag jetzt war zudem - wie gesagt - das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe vertreten. Ganz nah an der Praxis ließ Gerald Wagner seine Workshop-Teilnehmer sich Gedanken machen, über die Zielgruppen, die sie mit ihren Angeboten und Pressemitteilungen ansprechen wollen. Konkret und praxisorientiert waren dann auch die Übungen, die er mit seinen zwölf Zuhörern durchspielte. Am Ende hatten sie mit reichlich Kurzweil einige wichtige Dinge dazugelernt.

Beim abschließenden Zusammentragen der Workshop-Ergebnisse wurde deutlich, wie vielschichtig das Thema „Spiritualität“ ist und auch zukünftig bleibt. Das eröffnet Interessierten viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Dabei wurde jedoch immer wieder unterstrichen, dass die Qualität der Angebote gut sein muss, damit am Ende das ganze Regionale-Projekt ein Erfolg wird. Außerdem müssen die Akteure vor Ort gut vernetzt sein, auf dem Weg dorthin wurde mit dem Infotag ein weiterer großer Schritt gemacht.

Zu diesem Fazit kam auch die Gleidorfer Pfarrerin Elisabeth Grube. Sie sei nach dem Infotag sehr froh über die große Resonanz darauf, ihr habe es ganz besonders gut gefallen, dass schon jetzt zu sehen sei, was das Projekt selber ausmache: „Menschen aus ganz unterschiedlichen Traditionen und Blickwinkeln kommen zum Thema ‚Spiritualität’ miteinander in Kontakt. Das erweitert, vertieft die eigene Perspektive und eröffnet neue Horizonte.“ Und was die Frau aus dem Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein davon hält, kann sie in einem Wort zusammenfassen: „Spannend.“

Derzeit hat die Projekt-Idee von „Wege zum Leben“ zwei Sterne, der dritte Stern eröffnet einen Zugang zu ordentlich gefüllten Fördertöpfen des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen zu dem gesamten Projekt gibt es im Internet unter www.wege-zum-leben.com, unter der E-Mail-Adresse info(at)schmallenberger-sauerland.de kann man weitere Informationen bekommen und einen Newsletter abonnieren.