Archiv des Kirchenkreises

Dass das Archiv des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein so gut aufgestellt ist, hat ganz viel mit Dr. Johannes Burkardt (links) zu tun - und das weiß auch Superintendent Stefan Berk zu schätzen.

Die Initiative zur Einrichtung eines kreiskirchlichen Archivs für den Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein ging von Prof. Dr. Hans Steinberg, dem ehemaligen Direktor des Landeskirchlichen Archivs Bielefeld, aus. Es wurde 1980 ins Leben gerufen und beherbergt die von der Verwaltung des Kirchenkreises nicht mehr benötigten Altakten der Superintendentur. Daneben bietet es Kirchengemeinden, die ihre Archive nicht selbst aufbewahren können oder wollen, eine Verwahrungsmöglichkeit für ihre historische Aktenüberlieferung. Die Bestände werden zentral in Bad Berleburg gelagert und in Zusammenarbeit mit dem Landeskirchlichen Archiv erschlossen und betreut.

Die archivalische Überlieferung der Kirchengemeinden Wittgensteins ist eng verzahnt mit derjenigen der fürstlichen Archive auf Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe, hier werden die Akten des 1824 aufgelösten Sayn-Wittgenstein-Hohensteinischen Konsistoriums aufbewahrt, und auf Schloss Berleburg. Die Akten des ebenfalls 1824 aufgehobenen Sayn-Wittgenstein-Berleburgischen Konsistoriums finden sich allerdings nicht mehr im Schloss. Sie sind bei der Auflösung an das Archiv der Kirchengemeinde Berleburg weitergegeben worden. Reste sind im Archiv der Kirchengemeinde Berleburg und im Superintendentur-Archiv erhalten.

Als einziges kreiskirchliches Archiv in ganz Nordrhein-Westfalen ist das Wittgensteiner Archiv im Internet zugänglich. Das ist vornehmlich Dr. Johannes Burkardt zu verdanken, der Berleburger ist Staatsarchivdirektor im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen in Münster und betreut ehrenamtlich das Archiv des Wittgensteiner Kirchenkreises.