Unser Leitbild - unsere Konzeption

Wer säen will, braucht Vertrauen, Gelassenheit und Großzügigkeit ...

Motiv der Konzeption

Als wir im Jahr 2010 unsere Gemeindekonzeption geschrieben haben, wollten wir kurz und bündig zusammenfassen, woran wir uns orientieren. Damit beginnt unsere Konzeption, die auf der Download-Seite zur Verfügung steht. 

Für das Leben und Arbeiten in unserer Kirchengemeinde leiten uns folgende Ideen und Gedanken:

  1. Wir achten die Kontinuität über Generationen hin, führen Bewährtes weiter und schätzen die Bodenständigkeit unserer Gemeindeglieder.

  2. Wir bleiben auf der Suche nach den Wurzeln der reformatorischen Bekenntnisse. Diese Suche beginnt schon bei den Kindern und Jugendlichen. Aus den Begegnungen mit dem Wort Gottes gewinnen wir Orientierung in den Lebenswelten des 21. Jahrhunderts. Unsere Gemeinde versteht sich als Teil der weltweiten und nahen Ökumene und sucht das Miteinander.

  3. Wir gestalten unsere Kirchengemeinde als Raum, in dem Menschen jeden Alters mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Prägungen sich verwurzeln und miteinander wachsen. In dieser Gemeinschaft leben wir den diakonischen Gedanken, füreinander einzustehen und Menschen in Krisenzeiten zu begleiten.

  4. Wir beauftragen für das Säen und Ernten Menschen, entsprechend ihrer Begabungen öffentlich zu verkündigen, die Gemeinde zu leiten, Gemeindeglieder zu unterstützen und Gruppen und Projekte zu begleiten. In der Gemeinschaft aller haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden verteilen wir Aufgaben und verantworten sie gemeinsam. Wir sorgen für eine gute Organisation, sorgfältige Planung und die nötige technische Ausstattung, um damit die Vielfalt der Gaben zu nutzen.

„Wer ernten will, braucht Mut zur Entscheidung,Erfahrung und Bereitschaft zu Dankbarkeit und Wertschätzung.“

 

Einführung der Konzeption

Katharina Weber, Stefan Berk, Bernd Härtel, Klaus Völkel, Karin Wunderlich, Reiner Hoffmann und Hiltrud Afflerbach (von links) gehörten zu dem Arbeitskreis „Gemeindekonzept“, der anderthalb Jahre lang eben an jener Gemeindekonzeption arbeitete und diese jetzt vorstellte. (Foto: Lieschen Müller)

Gut besucht war am Sonntag, 24. Oktober 2010, ein Gottesdienst in der Erndtebrücker Kirche, in dem die nagelneue Konzeption der Kirchengemeinde vorgestellt wurde. Im Anschluss an die Predigt konnte sich jeder sein eigenes Exemplar der Konzeption, die in anderthalb Jahren erarbeitet wurde, mit nach Hause nehmen, außerdem gab es noch die Möglichkeit, sich nach dem Gottesdienst bei Kaffee, Tee und Plätzchen über die Gemeindekonzeption mit deren Machern zu unterhalten – und mit anderen Gemeindegliedern.

Seine Predigt nutzte der Erndtebrücker Pfarrer Stefan Berk, um über Sinn und Zweck und die Notwendigkeit einer Gemeindekonzeption nachzudenken. Den naheliegenden Vergleich mit dem Qualitätsmanagement in einem Wirtschaftsunternehmen mochte Stefan Berk dabei nicht stehen lassen, aber auch nicht kategorisch ausschließen. Er stellte fest, dass in Zeiten knapper werdender finanzieller Mittel sich Kirche sehr wohl Gedanken machen müsse über ihre Möglichkeiten: „Wir leben mit beiden Beinen in der alltäglichen Welt. Wir müssen in unserer Kirchengemeinde tagtäglich mit Geld umgehen, müssen Arbeitsverträge schließen, haben Verantwortung für die Kinder in den Kindergärten. Da gibt es Gebäude, die im Blick bleiben müssen.“ Um all diesen Verantwortungen gerecht zu werden, muss man Entscheidungen treffen.

Nach dem Gottesdienst wurde in der Erndtebrücker Kirche noch viel miteinander geredet.

Entscheidend war für den Erndtebrücker Pfarrer dabei der Geist, in dem diese Entscheidungen gefällt werden, was für Christen der Ausgangspunkt ist: „Es ist die Idee, dass Gott mit uns Menschen unterwegs ist. Mitten in unserem Alltag lebt Gott mit seinem Geist. Mitten in dieser Welt, die so schwierig und kompliziert ist, mitten drin gibt es diesen Geist des Lebens, diese Hoffnung auf Zukunft, diesen Glauben, dass am Ende die Liebe bleibt.“ Wenn das das Handeln einer Gemeinde bestimmt, dann ist sie auf einem guten Weg: „Gottes Geist geht seinen Weg mit uns auch ohne eine Gemeindekonzeption. Aber vielleicht hilft dieses Heft dabei zu klären, wer wir als seine Gemeinde sein können und was uns wichtig ist – auf dem Weg, den Gottes Geist uns gehen lässt.“

Nun geht es darum, dass möglichst viele Menschen aus der Gemeinde sich die Ergebnisse anschauen, zu denen die zwölf Leute aus dem Arbeitskreis „Konzeption“ gekommen sind. Schließlich sollen diese zur Richtschnur und die formulierten Ziele umgesetzt werden, oder gegebenenfalls auch neu bewertet. Die 40-seitige Gemeindekonzeption kann man im Gemeindebüro bekommen oder sich hier herunterladen. Und wenn die Erndtebrücker selbst und die Menschen in den Dörfern der Kirchengemeinde die Ideen der Konzeption mit Leben erfüllen, dann steht auch der Hoffnung von Bernd Härtel in dieser Sache nichts mehr im Wege. Der Sprecher des Arbeitskreises „Gemeindekonzeption“ hatte im Gottesdienst gesagt: „Wir stellen Ihnen heute unser Kind vor und hoffen, dass es ein Kind der Gemeinde wird.“

Hier gibt es die Konzeption (pdf, 3,0 MB) der Evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück als Download.